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Spielvorschau: Atlanta Falcons treffen auf spanischem Terrain auf die Cincinnati Bengals

Die Partie: Atlanta Falcons vs. Cincinnati Bengals (Madrid, Spanien)

Austragungsort: Estadio Santiago Bernabéu (Madrid, Spanien)

Kickoff: Sonntag, 8. November 2026, 15:30 Uhr CET

All-Time-Record: 5-10-0

Wo ihr das Spiel schauen könnt: RTL, Game Pass International (via DAZN – mit deutschem und englischem Kommentar)

Ausgangslage: Die Atlanta Falcons haben nach ihrer 0:16-Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers etwas wiedergutzumachen. Beim NFL Madrid Game treffen sie in einem Spiel mit Shootout-Potenzial auf die Cincinnati Bengals. Die stehen derzeit mit fünf Siegen und zwei Niederlagen auf dem zweiten Platz der AFC North und gewannen zudem die letzten drei Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams.

Sowohl für die Falcons als auch für die Bengals hat das Spiel Implikationen auf ihre Chance, die Playoffs zu erreichen. Die Zahlen sprechen derzeit allerdings klar für die Bengals: Ihre Gewinnwahrscheinlichkeit liegt bei 66,7 Prozent, die Falcons kommen nur auf 33,3 Prozent.

Beide Teams werden auf dem Feld alles für ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen tun, um auf der langen Heimreise zurück in die USA ihren Sieg feiern zu können. Atlanta traf dafür entsprechende Vorbereitungen: Das Team flog bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nach Madrid und trainierte sodann Mittwoch bis Freitag auf dem beeindruckenden Trainingsgelände des Fußball-Erstligisten Real Madrid, der "Ciudad Real Madrid" (=Real-Madrid-Stadt).

Der Gegner: Die Bengals kommen mit leichtem Rückenwind nach Madrid und sehen derzeit aus wie ein echter Super-Bowl-Contender. Diesbezüglich sollte sich niemand vom Spiel gegen die Tennessee Titans täuschen lassen. In letzter Sekunde gewannen die Bengals am vergangenen Sonntag in Overtime in einem High-Scoring-Game mit 43:36 gegen die Titans.

Besonderes Augenmerk liegt auf MVP-Anwärter Quarterback Joe Burrow, der bereits zum zweiten Mal in der Saison mehr als 400 Passing Yards erzielte. Fünf Passing Touchdowns warf er gegen die Titans, allerdings auch drei Interceptions. Daneben lief er einmal selbst für sechs Punkte in die Endzone. Atlantas Defense ließ in der Saison durchschnittlich 223,4 Passing Yards und insgesamt elf Passing Touchdowns zu. Falcons-Safety Xavier Watts sieht im kommenden Spiel eine gute Gelegenheit für die Defense, sich nach einem "komischen Spiel" in der Vorwoche zurückzumelden. Ein Spiel, das bei der Mannschaft Spuren hinterlassen hat: Man habe jetzt "etwas zu beweisen".

"Joe Burrow ist ein großartiger Quarterback, Tee Higgins und Ja'Marr Chase sind großartige Receiver", sagte Watts. "Man muss einfach ihre explosiven Spielzüge begrenzen. Sie sind eine explosive Offense, und darum geht es in der Defense: ihre Big Plays begrenzen und, wie gesagt, versuchen, Ballgewinne zu erzwingen und sie aus dem Rhythmus zu bringen."

Wide Receiver Ja'Marr Chase bringt bereits beachtliche Zahlen aufs Papier: Nach Week 8 steht er bereits bei 492 Receiving Yards und sechs Touchdowns. Teamkollege Tee Higgins bringt es sogar auf 726 Receiving Yards, schaffte es dafür bislang aber nur viermal in die Endzone. Nicht außer Acht lassen dürfen die Falcons zudem Burrows Geheimwaffe, Tight End Mike Gesicki, denn der 31-Jährige erzielte in den vergangenen fünf Spielen auf jeweils einen Touchdown.

Offensive Tackle Amarius Mims spielte bislang eine starke Saison, während Orlando Brown Jr. auf der Position des Left Tackles immer wieder zu kämpfen hat. Fraglich ist also, ob das Duo bereit ist für das, was auf sie zukommen könnte: einen Gegner, der beim Druck auf den Quarterback alles andere als harmlos ist.

In der Defensive wartet insbesondere Nose Tackle Dexter Lawrence auf seine Chance, Michael Penix Jr. unter Druck zu setzen, denn allein in vier der letzten fünf Spiele erzielte er mindestens einen Quarterback Sack und er wird an diese Statistik sicher gerne anknüpfen wollen. Die restliche Verteidigung der Bengals stellt zwar keine Elite-Einheit dar, sie ist jedoch solide genug, um mit Hilfe der starken Offensive Spiele zu gewinnen. Ihre größte Stärke: das Laufspiel zu stoppen. Bei der Erfolgsrate gegnerischer Läufe liegt sie ligaweit auf Platz sechs, wenngleich sie gegen die Titans alleine gegen Tony Pollard 117 Rushing Yards (5,6 Yards per Carry) aufgegeben hat.

In Spielen gegen die Pittsburgh Steelers und die Buccaneers zeigte sich bereits, wie schwer sich die Falcons tun können, wenn das Laufspiel, auf das sich die Run-Heavy-Offense in dieser Saison fokussiert, zusammenbricht. Für sie wird es daher besonders wichtig, das Laufspiel vom ersten Snap an konstant zu integrieren und mit explosiven Spielzügen bereits frühzeitig Kontrolle über das Spiel zu gewinnen.

Die Falcons: Atlanta will beim International Game, das die Falcons als Heimteam in Madrid spielen werden, zurückschlagen. Dabei treffen sie auf neutralem Boden auf einen Gegner mit Playoff-Ambitionen. In einer Handvoll Spiele konnten die Falcons bereits beweisen, dass mehr in ihnen steckt als das, was sie am vergangenen Sonntag im strömenden Regen in Tampa aufs Feld brachten. Laut Wettervorhersage könnte es auch am kommenden Sonntag regnen, allerdings bietet das Estadio Santiago Bernabéu – wie auch das Mercedes-Benz-Stadium – die Möglichkeit eines geschlossenen Dachs.

Head Coach Kevin Stefanski ist die bevorstehende Herausforderung bewusst. In der Pressekonferenz sagte er: "Aber hören Sie, es ist einfach eine ganz andere Hausnummer, wenn man gegen Joe Burrow und diese Offense antritt, bei allem, wozu sie fähig ist und wie sie spielt. Darauf muss man definitiv vorbereitet sein und genau deshalb arbeiten wir so hart."

Für einen Sieg muss insbesondere Quarterback Michael Penix Jr., der gegen die Buccaneers das bisher schlechteste Spiel seiner Karriere absolvierte, zurück in die Spur finden. Der Signal Caller warf vier Interceptions – Turnover, die er sich gegen ein Team wie Cincinnati nicht leisten darf. Diesbezüglich zeigte sich Stefanski optimistisch: Auch für die Offense der Falcons sei es eine Chance, sich nach der Nullnummer gegen die Buccaneers zurückzumelden, sagte Stefanski. "Offensiv freuen wir uns natürlich darauf, wieder zu dem zurückzufinden, was uns ausmacht", sagte er. "Wir freuen uns riesig darauf, wieder so aufzutreten, wie wir es immer tun."

Für Wide Receiver Jahan Dotson kommt die Reise ins Ausland nach den Problemen der Vorwoche genau zum richtigen Zeitpunkt.

"Nach dem, was wir letzten Sonntag erlebt haben, will man das einfach so schnell wie möglich hinter sich lassen", sagte er. "Und was gibt es da Besseres, als in ein anderes Land zu reisen, in den Flieger zu steigen und das nächste Football-Spiel zu bestreiten? In dieser Hinsicht ist es, finde ich, eine gute Gelegenheit für dieses Team."

Die gute Nachricht: Pass Rusher James Pearce Jr., der für acht Spiele von der NFL gesperrt worden war, darf endlich wieder auf das Feld zurückkehren. Sein Talent wird die Defense dringend benötigen, um die gefährliche Offensive der Bengals zu stoppen und Quarterback Joe Burrow konstant unter Druck zu setzen. Stefanski äußerte sich nicht konkret zu der Frage, wie viel Spielzeit der Pass Rusher am Sonntag bekommen werde. Am Freitag informierte er die Medienvertreter in der Pressekonferenz, dass Pearce Jr. mit Rückenproblemen zu kämpfen habe und man daher sehen müsse, wie sich diese Verletzung bis Sonntag entwickele. Defensive Coordinator Jeff Ulbrich teilte mit, Pearce Jr. werde primär eine Pass-Rush-Rolle bei 2nd-and-Long sowie 3rd Downs erhalten.

Wenngleich die Bengals für High-Scoring-Spiele bekannt sind, so haben die Falcons in den letzten Spielen back-to-back jeweils weniger als 21 Punkte zugelassen – ihr Saisondurchschnitt liegt bei unter 23 Punkten pro Spiel. Trotzdem werden die Falcons in dieser Partie als 3-Punkte-Underdogs angesehen – auch die Experten setzen auf einen Sieg der Bengals.

Falcons in Madrid: Am Wochenende stehen in Madrid einige Events für Falcons-Fans an. Alle Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr hier: https://www.atlantafalcons.com/news/atlanta-falcons-in-madrid-freddie-fritz-und-legende-john-abraham-stimmen-aufs-bernabeu-ein

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